Wahl/Dauer/Zeitpunkt
Wahl/Dauer:
Fragen Sie sich vorab, was Sie beruflich erreichen wollen und welche Qualifikationen, Kenntnisse oder Fähigkeiten Ihnen hierfür fehlen. Ist die geplante Weiterbildung wirklich dazu geeignet, Ihr Berufsziel zu erfüllen bzw. zu unterstützen?
Ermitteln Sie, wie Ihnen das Lernen am leichtesten fällt: als Präsenzunterricht in Seminaren oder Vorlesungen oder zeitlich flexibel als Fernunterricht oder per E-Learning.
Die gewählte Bildungsmaßnahme sollte zu Ihrer Ausbildung und Ihrer beruflichen (Vor-) Erfahrung passen.
Prüfen Sie Ihre Motivation: sind Sie zugunsten Ihrer Fortbildung bereit, auf Freizeit und ggf. Urlaub zu verzichten? Wie viel Energie wollen Sie in Ihre Weiterbildung investieren?
Überprüfen Sie ferner, ob die gewählte Maßnahme am Markt gefragt ist, ob diese den qualitativen Anforderungen von Arbeitgeberseite her genügt. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie dafür die Kontaktdaten regionaler Weiterbildungsnetzwerke oder lassen Sie sich bei der örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK bzw. HWK) beraten. Auch Stiftung Warentest liefert regelmäßig Testberichte zum Thema Weiterbildung.
Vergleichen Sie bei den verschiedenen Angeboten: Ziel, Dauer, Abschluss, Kursgliederung, Gruppengröße, Preis, Selbststudienmaterial, Qualifikation/Erfahrung der Kursleiter. Ferner: Ist das Weiterbildungsinstitut renommiert/zertifiziert, wie lange ist es bereits am Markt tätig? Können Referenzen genannt werden? Sprechen Sie selbst mit dem Anbieter, vereinbaren Sie beispielsweise eine Probestunde und machen sich so einen persönlichen Eindruck.
Zeitpunkt:
Berufsbegleitend: sich neben dem Job eigeninitiativ weiterzubilden stellt eine große Herausforderung dar. Wenn Sie beruflich und auch privat gerade stark gefordert sind, sollten Sie sich gut überlegen, ob Ihre Energien ausreichen. Denn gerade bei längerfristigen Maßnahmen sollten Sie sicher sein, dass sowohl Ihr Arbeitgeber als auch Ihr familiäres Umfeld Sie unterstützen.
Phase der Arbeitslosigkeit: hier können Sie mit viel Energie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und Ihre Zeit konstruktiv nutzen. Erkundigen Sie sich genau, welche Qualifikationen für die angestrebte Position fehlen. Ferner sollten Sie prüfen, ob Sie bei einer mittel-/längerfristigen Weiterbildung diese auch nebenberuflich weiterführen können, wenn Sie wieder beruflich fest einsteigen. Einen Job nicht anzunehmen, weil Sie erst die bezahlte Weiterbildung beenden möchten, ist nicht ratsam.
Bezahlter Bildungsurlaub: Laut Gesetz steht den meisten Arbeitnehmern die bezahlte Freistellung von fünf Arbeitstagen pro Jahr für ihre politische bzw. berufliche Weiterbildung zu. Wenn Ihre gewählte Maßnahme als Kompaktseminar angeboten wird, einen klaren berufsrelevanten Bezug aufweist und Ihre Firma sich nicht finanziell beteiligen will, ist dies eine gute Möglichkeit. Fragen Sie jedoch vorsichtig an, denn in vielen Unternehmen wird Bildungsurlaub nicht gern bewilligt.

Neueinstieg/Probezeit